Was 1982 als Ein-Mann-Betrieb in einer umgebauten Garage begann, ist heute eine Werkstatt mit drei Meistern und zwei Gesellen. Doch eines hat sich nie geändert: die Art, wie wir an Instrumente herangehen.
Werner Hoffmann war ausgebildeter Geigenbauer, hatte aber keine Lust auf Fließbandarbeit in einer Manufaktur. Also richtete er sich eine kleine Werkstatt ein – mit gebrauchten Werkbänken, geerbten Werkzeugen und dem festen Glauben, dass gute Arbeit sich herumspricht.
Die ersten Jahre waren zäh. Musiker sind vorsichtig, wenn es um ihre Instrumente geht. Aber nach und nach sprach sich herum, dass hier jemand arbeitet, der sich Zeit nimmt und nicht einfach nur schnell repariert.
Heute leitet sein Sohn die Werkstatt. Die alten Werkbänke stehen immer noch da.
Spezialisiert auf Streichinstrumente und historische Restaurierungen. Hat seine Ausbildung in Mittenwald absolviert.
Kümmert sich um alles, was Saiten hat und gezupft wird. Ihre Bundierungen gelten als makellos.
Stimmt seit über zwanzig Jahren Klaviere und Flügel. Arbeitet sowohl nach Gehör als auch mit digitalen Messgeräten.
Schnell ist nicht immer gut. Manche Reparaturen brauchen Zeit – nicht, weil wir langsam arbeiten, sondern weil Leim trocknen muss, Holz sich setzen soll oder eine Lackschicht aushärten muss.
Wir arbeiten nicht gegen die Uhr, sondern mit dem Material. Das bedeutet manchmal längere Wartezeiten, aber es bedeutet auch, dass das Instrument am Ende wirklich fertig ist.
Wenn eine Reparatur mehr kostet als das Instrument wert ist, sagen wir das. Manchmal lohnt sich eine Reparatur einfach nicht.
Wir nutzen moderne Werkzeuge, wo sie sinnvoll sind. Aber für viele Arbeiten gibt es einfach nichts Besseres als eine gut geschärfte Klinge und eine ruhige Hand.
Unsere Gesellen bleiben oft jahrelang. Das sorgt dafür, dass Wissen nicht verloren geht und jeder neue Mitarbeiter von den Erfahrenen lernt.
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